Healthcare Report #2: Die Nutzung digitaler Angebote wird durch die Corona-Krise zur Gewohnheit

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Pandemie die dritte..

Wir befinden uns bereits im dritten Jahr der Pandemie und über die aktuelle Stimmung in der Bevölkerung lässt sich vor allem eins sagen: Die Menschen sind erschöpft und sehnen sich ein Ende der Corona-Krise herbei. Die Deutschen schlagen sich dennoch tapfer. 

Insgesamt geht es ihnen gut, doch das allgemeine Wohlbefinden nimmt laut unserer neuesten Umfrage im Dezember 2021 ab und die Menschen sind körperlich weniger aktiv. In Sachen gesunder Ernährung zeigen sie sich interessierter als im Juli 2021. Das Bewusstsein wächst im übrigen auch, was das Angebot digitaler Gesundheitsservices angeht. Eine Online-Sprechstunde beim Arzt oder Informationen aus digitalen Channels –  das Angebot ist vielfältig und die Akzeptanz wächst.

Worauf die Deutschen dabei besonders achten, welche Gesundheitsfragen sie momentan beschäftigen und wie es im Detail um ihre Gesundheit steht, erfahren Sie in unserem Healthcare Report. Das ist eine repräsentative Erhebung in Kooperation mit dem Marktforschungsexperten von Appinio, die im Dezember 2021 bereits in die zweite Runde ging. Erneut wurden insgesamt 1.000 Personen zu ihrem Wohlbefinden und ihrer Nutzung digitaler Gesundheitsangebote befragt. Wir können im Folgenden spannende Vergleiche zur ersten Umfrage im Juli 2021 ziehen. 

 

Wie geht es Deutschland momentan?

Mit über 60 Prozent gibt die Mehrheit der Befragten an, sich körperlich sowie psychisch “eher gut” bis “gut” zu fühlen. Im Vergleich zur ersten Erhebung im Juli 2021 zeigt sich aber, dass der Anteil der Menschen, die sich “eher nicht gut” bis “nicht gut” fühlen, deutlich steigt. Tendenziell hat das Wohlbefinden der Menschen also eher abgenommen.

Werfen wir in Verbindung dazu einen Blick auf den Lifestyle der Deutschen: Jede*r fünfte Deutsche gibt an, keinen Sport zu treiben. Der Anteil der Befragten, die zumindest ein- bis zweimal pro Woche sportlich aktiv sind, sinkt seit der ersten Umfrage um 8 Prozentpunkte. Insgesamt sind die Deutschen weniger sportlich aktiv als im vergangenen Sommer. Liegt es an der Jahreszeit oder können wir von einer “Pandemie-Müdigkeit” sprechen?

 

Kreisdiagramm "Wie oft die Woche betreiben Sie Sport?"

Konträr dazu steigt das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung. In unserer Befragung zeigten sich insgesamt mehr Menschen besonders interessiert an Ernährungsthemen und der Anteil, denen eine gesunde Ernährung „eher wenig“ bis „überhaupt nicht wichtig“ ist, sank um 3 Prozentpunkte. Ihre Ernährung ergänzen 42,4 Prozent der Befragten mit zusätzlichen Vitaminen, wenn auch “nicht regelmäßig”. Das sind 5,5 Prozentpunkte mehr als im Juli 2021.

Obwohl das Wohlbefinden der Deutschen insgesamt gut ist (Tendenz sinkend), geben mehr als die Hälfte in unserer Umfrage an, gesundheitliche Beschwerden zu haben. Die meisten leiden weiterhin an Rückenschmerzen, darauf folgen die Angaben “Gelenkbeschwerden” und “Kopfschmerzen”. Die Krankheitsanzeichen „Husten“, „Schnupfen“ und „Halsschmerzen“ sind deutlich häufiger vertreten – der Winter macht seinem Ruf als “Erkältungssaison” folglich alle Ehre.

 

Diagramm "Welche gesundheitlichen Beschwerden hast du momentan?"

Apropos Schnupfen…

Eins steht fest: Für Erkältungssymptome sind wir in Zeiten von Corona wachsamer als jemals zuvor. Die Mehrheit der Befragten ist darauf bedacht, sich aktiv vor einem Schnupfen zu schützen. Dieser war im Jahr 2021 das häufigste Krankheitszeichen bei Erkältungen und Infekten. Ganz oben auf der Liste zur Prävention steht dabei das Waschen und Desinfizieren der Hände (53 Prozent) und das Tragen einer Schutzmaske (45,9 Prozent). 

Was tun, wenn diese Maßnahmen erfolglos bleiben und man sich dennoch einen Schnupfen einfängt? Hier setzen die Deutschen vor allem auf Tee trinken (58,7 Prozent) und Ruhe (50,7 Prozent), aber auch Nasensprays kommen bei 37,5 Prozent der Befragten zum Einsatz – noch bevor der Gang zum Arzt gewählt wird. Regelmäßig kaufen rund 10 Prozent der Deutschen Nasenspray ein. Bei der Wahl des Nasensprays setzen die Deutschen vor allem auf die Verträglichkeit und das Wirkungsversprechen, während die Marke für etwa die Hälfte der Menschen “eher nicht” bis “überhaupt nicht” wichtig ist. 

Diagramm "Wie wichtig sind dir folgende Faktoren, wenn du dich für ein Nasenspray entscheidest?"

Telemedizin hat Startschwierigkeiten überwunden 

“Bei Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker”, so lautet der gängige Hinweis, den wir alle kennen. Doch machen die Menschen das lieber digital oder weiterhin analog?

Die Startschwierigkeiten digitaler Gesundheitsangebote, insbesondere der Telemedizin, scheinen überwunden: Seit der ersten Erhebung im Juli 2021 ist die Nutzung telemedizinischer Services insgesamt angestiegen. Dass digitale Gesundheitsangebote strikt abgelehnt werden (Antwortmöglichkeit “Keine der genannten Services”), ist bei 11 Prozent weniger Menschen zu beobachten. Tatsächlich steigt die Nutzung sogar mit zunehmendem Alter. Auffallend ist, dass die Nutzung von Online-Sprechstunden beim Arzt oder Therapeuten nahezu 100 Prozentpunkte Wachstum verzeichnet. 

Das passt zu folgender Entwicklung: Der Anteil der Befragten mit der Überzeugung, eine „Diagnose vor Ort“ sei genauer, sinkt um stolze 10 Prozentpunkte. Die Bequemlichkeit (das Haus nicht verlassen zu müssen und Wartezeiten kurz zu halten) ist nach wie vor das Argument für die Nutzung telemedizinischer Services.

Auch das Corona-Virus ist im Vergleich zum Juli 2021 als Argument präsenter: 5,5 Prozentpunkte mehr Teilnehmende begründen mit der Sorge vor dem Virus ihren Onlinekauf. Wer sich online bewegt, vermeidet persönliche Kontakte und verringert das Risiko einer Infektion.

Fazit: Corona-Pandemie beschleunigt Akzeptanz digitaler Gesundheitsangebote

Die Deutschen werden in Gesundheitsfragen insgesamt digitaler. Der erste Healthcare Report im Juli 2021 sagte dem digitalen Channel bereits ein großes Potenzial voraus. Diese Aussage sollte sich im Rahmen der zweiten Studie im Dezember 2021 bestätigen.

Es ist zu beobachten, dass die Nutzung digitaler Angebote zu Beginn der Corona-Krise in nahezu allen Lebensbereichen auf mehr Akzeptanz stieß und nun – im dritten Jahr der Pandemie – auch eine allmähliche Gewohnheit an Telemedizin und digitale Channels für Gesundheitsfragen eintritt.

Zwei Jahre mit dem Corona-Virus liegen bereits hinter uns, die auf unser Wohlbefinden schlagen. Dieses zeigt sich in unserer Umfrage im Winter mit einem leichten Abwärtstrend verglichen zum Sommer davor. Wir hoffen, dass es nicht nur “Corona-Frust” ist, sondern auch durch die dunkle Jahreszeit bedingt ist – denn das bedeutet wiederum, dass der Frühling bald wieder Aufschwung bringt. 

Den gesamten Healthcare Report mit allen Insights finden Sie hier zum kostenlosen Download!

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